Am Montag, den 17.05.10 führten vier Schülerinnen der Realschule Plus Remagen eine Gruppe 30 britischer Touristen durch die Innenstadt von Remagen.

Im März kam Frau H. Brown, Lehrerin für Englisch und Kunst an der Remagener Realschule Plus mit einer Bitte zu Leonard Pinger ins gleichnamige Hotel. Das Hotel Pinger beherbergt regelmäßig Gäste aus Großbritannien, und sie hatte die Idee, dass ihre Schüler der Klasse 10 einmal die erlernten Sprachkenntnisse in der Praxis anwenden könnten. Ziel war es auch in Dialog mit den Einheimischen von der Insel zu treten und „small talk“ zu üben. Die Sprache in Theorie zu lernen ist das eine, in der Praxis anzuwenden und auch Menschen mit regionalen Dialekten zu verstehen eine ganz andere, weiß der Praktiker L. Pinger aus eigener Erfahrung. „Die Idee finde ich super“, sagte der ehemalige Realschüler und organisierte ein paar Termine für Gruppen des  Bahnreiseveranstalters treyn holidays aus York.

Stadtführung im RemagenAm Montag, den 17.05.10, um 9:30 Uhr war es dann soweit und die Schülerinnen Katja Gentner, Lea Lüdenbach, Alina Kraus und Helen Schmitt von der Klasse 10c standen etwas nervös vor dem Hotel Pinger um die Gäste zu empfangen. Hotelier Leonard Pinger begrüßte die Schülerinnen und mit Unterstützung von Frau Brown begab sich die Gruppe bei „englischem Nieselwetter“ auf den historischen Stadtrundgang. Die Schülerinnen hatten sich gut Vorbereitet und orientierten sich an dem offiziellen Stadtrundgang in dem Infoblatt der Touristinformation, so wie wie ihn auch die Pinger Brüder ein mal pro Woche in der Saison für ihre Gäste durchführen.

Stadtführung in RemagenDie erste Station war der Martinsbrunnen, dann ging es weiter zur alten Orderstation mit den Hochwassermarken auf der Rheinpromenade. Dort erzählten die Schülerinnen auch wissenswertes über das Skulpturenufer und die „Brücke von Remagen“. Weitere Stationen waren das Kunstwerk von Peter Hutchinson, die Pfarrkirche St. Peter und Paul, das Römermuseum und der Römerplatz. Schon an der ersten Station gab es kräftigen Applaus für die jungen Damen. So verflog auch schnell das Lampenfieber und die Gästeführerinnen hielten sehr souverän ihre Vorträge. „Wir waren sehr aufgeregt, aber die Leute erwiesen sich als ausgesprochen freundlich und interessiert.“ sagten die Schülerinnen. „Es war eine tolle Erfahrung, da wir unsere Englischkenntnisse in dieser echten Situation unter Beweis stellen konnten. Ein besonderes Erlebnis war die Unterhaltung zwischen den Stationen, denn die Gäste waren sehr neugierig. Wir sprachen über unsere weiteren schulischen oder beruflichen Pläne und über den großen Maibaum. Wenn es mal hakte halfen die Engländer mit Aussprachetipps oder ergänzten Vokabeln.“ Die Besucher lobten die gute Aussprache und das hohe Niveau der englischen Sprache. Schüler und Gäste hatten viel Spaß und die Schülerinnen ernteten großes Lob und Applaus.

Stadtführung in RemagenEin besonderer Dank gilt Direktor Werner Surges für die Unterstützung und Freistellung der Schüler und ihrer Lehrerin sowie H. Brown für das Engagement bei dieser außerschulischen, nicht alltäglichen Veranstaltung.

Am Montag, den 31.05.2010 wird es eine weitere Führung geben, mit anderen Schülern und neuen Touristen.